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Viele Jobs sind verloren gegangen – Arbeitsmarkt erholt sich langsam

Der Lockdown in der Schweiz ist vorbei, doch die wirtschaftlichen Probleme sind noch längst nicht aus der Welt geschafft und überstanden. Sie beginnen erst, und bis die Auswirkungen richtig feststellbar sind, werden in der Zwischenzeit etliche Stellenabbauten stattfinden. Dank der Kurzarbeit, die eingeführt wurde, konnten noch viel schlimmere Übel verhindert werden, die grossen Massenentlassungen. Dennoch verloren unzählige Menschen ihren Arbeitsplatz und es werden noch mehr.

Besonders hart wird es junge Leute zwischen 16 bis 25 Jahren treffen. Die Lehrstellen sind knapp und dieser Zustand wird vermutlich noch die nächsten 2 Jahre anhalten. Die jungen Arbeitslosen sind deutlich mehr betroffen als der Durchschnitt der Stellensuchenden. Dennoch sind die Chancen für jüngere Generationen bessergestellt eine neue Stelle zu finden, sobald die Wirtschaft sich wieder langsam erholt hat. Dann werden wieder rasant mehr Jobs im Stellenmarkt der Schweiz angeboten.

Wer auf Stellensuche ist, so haben wir für diejenigen noch einen interessanten Artikel anzubieten: 11 Hilfreiche Tipps um einen neuen Job finden.

Tiefere Löhne für junge Stellensuchende

Wer jung erwerblos ist, droht ein deutlich tieferer Lohn für künftige Arbeitsverhältnisse. Bei der Jugendarbeitslosigkeit besteht zudem die Gefahr, dass später eine erneuter Stellenverlust bevorsteht und der Betreffende wieder ohne Job dasteht. Das heisst, sich wieder mit dem Thema «Arbeitslosigkeit» befassen. Dazu kommt, dass die Arbeitslosengelder für jüngere Arbeitslose über weniger Taggelder und wesentlich weniger Tage als der Durchschnittserwerblose verfügen.

Erschwerte Stellensuche: Azubis und Lehrstellensuchende

Lehrstellensuchende haben es besonders schwer, im Arbeitsmarkt in der Schweiz Fuss zu fassen. Denn bereits zuvor gab es schon wenig Lehrstellen. Und in der jetzigen Situation wird es noch deutlich erschwerter sein, sich um eine Lehrstelle zu bewerben, und somit sind die Jugendlichen auf das RAV «Regionaler Arbeitsvermittlung» angewiesen.

Oder aber sie müssen sich mit Praktikumsstellen begnügen, damit sie bessere Chancen haben. Um später aufzuweisen, dass sie bereits Erfahrungen gesammelt haben, und nicht «nur» frische Schulabgänger sind. Dies ist jedoch keine Garantie eine Lehrstelle zu erhalten. Es gibt viele Firmen, die junge Menschen ausnutzen, leere Versprechungen machen und eine Lehrstelle oder eine Festanstellung in Aussicht stellen, um so die Jungen bei Laune zu halten. Noch schlimmer ist es, Jugendliche unentgeltlich arbeiten.

Daher ist Vorsicht geboten bei Praktikumstellen, die so oftmals mit reiner Ausnützung verbunden sind, und nur die Firmen davon profitieren.

Für die Lehrabgänger sieht es auch nicht ganz so rosig aus, denn sie werden durch die Corona Pandemie und der damit ausgelösten wirtschaftliche Krise massive Schwierigkeiten haben, sich im Arbeitsmarkt durchzusetzen, und eine geeignete Stelle zu finden. Doch es gibt auch Branchen die weniger betroffen sind, und so könnte mit viel Glück da ein Arbeitsplatz zu haben sein.

Stellenabbau von über 55-jährigen

Angestellten, die über 55 Jahre alt sind, werden öfters gekündigt, und dies ist eine echt bittere Pille für die älteren Semester. Mit Ü50 plus auf Jobsuche zu sein ist kein Zuckerschlecken. Viele Firmen sind nicht daran interessiert, dieser Altersgruppe noch eine Stelle anzubieten und eine Chance zu geben. Diese Problematik besteht schon vor Covid 19, und dieses Vorgehen ist nach wie vor respektlos. Oft wird mangelnde Arbeitsleistung als Grund für eine Entlassung vorgeschoben. In Wahrheit aber sind die älteren Arbeitnehmer für die Unternehmen schlicht zu teuer. Doch die Erfahrung und das Wissen älterer Arbeitnehmer sind unbezahlbar, und wiegen oft die Unerfahrenheit und Arbeitsmentalität von jungen, dafür billigen Arbeitskräften auf. Ü55, die arbeitslos sind, finden kaum noch Anschluss. Die Menschen fallen in die Altersarmut, und dies hat spätere, üble Konsequenzen. Ältere Menschen im Berufsleben haben eine Chance wie jeder andere verdient. Denn durch jede Kündigung geht sehr viel Wissen verloren, das wieder hart erarbeitet werden muss.

Langfristig gesehen werden alle Altersgruppen betroffen sein

Langfristig gesehen wird es alle Altersgruppen treffen, die im Arbeitsmarkt und in einem Arbeitsverhältnis angestellt sind, und zwar härter als zuvor. Die Anzahl von Langzeitarbeitslosen ist somit faktisch vorprogrammiert.

Firmen schreiben wieder mehr Stellenausschreibungen aus

…als unmittelbar nach dem Virusausbruch. Die Wirtschaft hat sich inzwischen etwas erholt, und die Befürchtungen vor einem totalen Kollaps haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Seit der Lockdown Lockerung hat sich die Lage etwas entspannt und Firmen schreiben wieder vermehrt Jobs aus. Dies ist eine positive Entwicklung, wenn auch nur kurzfristig gesehen. Es können keine Prognosen gemacht werden, wie, wann und zu welcher Zeit sich die Wirtschaft erholen wird, oder ob nicht doch die grosse Rezession auf uns zukommt. Die Zeit wird es zeigen.

Sollte man doch mal in die Situation kommen und die Kündigung erhalten, nicht zu viel Zeit verstreichen lassen. Denn je länger man erwerbslos ist umso schwieriger wird es, eine neue Anstellung zu finden.

Ich wünsche allen, die auf Jobsuche sind viel Erfolg.

Euer Raphael

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