Stellenbezeichnung: (m/w/d) und weitere Abkürzungen. Was bedeutet das?

Wer gerade auf Stellensuche ist stösst immer wieder auf die bekannten Abkürzungen bei den Titelbezeichnungen mit dem Kürzel (m/w/d), manchmal auch nur mit einem «a». Es bestehen noch andere Bezeichnungen, die jedoch in der Schweiz eher selten angewandt werden. Im Verlaufe des Beitrags werden wir noch vertieft darauf eingehen.

Beginnen wir mit der Nennung «d» in den Stellenanzeigen. Immer wieder sieht man das seltsam anmerkende «d» in den Stellenüberschriften, das zwischenzeitlich schon zur «Standard-Ausrüstung» für Jobausschreibungen gehört. Doch für viele ist es immer noch verwirrend und unklar, was genau dieses «d» bedeutet.

Damit künftig alle Unklarheiten aus dem Weg sind haben wir uns entschlossen, das Ganze näher unter die Lupe zu nehmen und die einzelnen Kennzeichnungen zu definieren.

Das Dritte Geschlecht in den Stellenanzeigen

Es ist üblich, bei den Stellenausschreibungen hinter der Berufsbezeichnung die Bezeichnung «m/w» oder «m/f» steht. Inzwischen wird von den Arbeitgebern immer häufiger ein Zusatzbuchstabe in den Abkürzungen verwendet, wie: (m/w/d). Hinter dem Buchstaben «d» wird das dritte Geschlecht angesprochen und bedeutet «Diverses». Aber auch der Zusatz «TG», das für Transgender steht, wird von den Unternehmen genutzt.

In der Schweiz ist es Pflicht, dass die Stelleninserate geschlechtsneutral ausgeschrieben werden müssen. Das heisst, es reicht völlig aus, die Bezeichnung «m/w» hinter die Berufszeichnungen zu schreiben. Doch es ist empfehlenswert, das dritte Geschlecht in den Stellenüberschriften zu ergänzen, wie etwa «D» oder «TG».

Bei den stellenneutralen Geschlechtsbezeichnungen gibt es weitaus mehr als nur diese Bezeichnungen. Hier auf eine kleinen Auflistung:

  • (m/w/d) = Männlich/Weiblich/Diverses
  • (m/w/tg) = Männlich/Weiblich/Transgender
  • (m/w/gn) = Männlich/Weiblich/Geschlechtsneutral
  • (m/w/i) = Männlich/Weiblich/Intersexuell
  • (m/w/x) = Männlich/Weiblich/Beliebig
  • (m/w/*) = Männlich/Weiblich/Beliebig

Diese Auflistung ist nicht komplett, denn zu den üblichen Kürzeln (m/w) gibt es noch weitere, insbesondere bei den internationalen Arbeitgebern, die nebst den deutschen Abkürzungen auch anderweitige Sprache anwenden müssen, wie etwa die englische Variante «m/f». Das F steht für «female» in Englisch. Es gibt weltweit noch viel mehr Abkürzungen für die Berufsbezeichnungen. Die oben genannten jedoch sind für den Schweizer Stellenmarkt ausreichend.

Was steckt hinter dem dritten Geschlecht?

In der Schweiz erblicken pro Jahr ungefähr 20 bis 100 Neugeborene als «Intersexuelle» das Licht der Welt. Schätzungsweise gibt es in der Schweiz mehr als 17’000 Menschen, die sich zu keinem der beiden Geschlechter «Männlich» oder «Weiblich» zugeordnet fühlen. Dies hängt von diversen Faktoren ab. Laut der Definition sind dies Menschen, die biologisch, genetisch, anatomisch oder bei den hormonellen Behandlungen nicht eindeutig den beiden Geschlechtern zugeordnet werden können. Aus diesem Grund wurde das dritte Geschlecht eingeführt.

Es gibt einen einfacheren Lösungsweg für Stellenausschreibungen

Für eine geschlechtsneutrale Bezeichnung, die wirklich jeden anspricht, kann auch nur ein «a» verwendet werden. Das heisst, der übliche Begriff «m/w/d» wird durch ein einfaches «a» ersetzt. Das «a» steht für «alle», ist einfach, verständlich, nicht beleidigend oder diskriminierend. Für Arbeitgeber, HR-Recruitment und Personal Verantwortliche ist dies ebenfalls ein Mehrwert, denn es vereinfacht vieles und ist ein Lösungsweg für alle. Praktisch ist die neue geschlechtsneutrale Bezeichnung auch für internationaltätige Unternehmen, denn das «a» kann im Englischen auch als «All», also «alle», verwendet werden. Setzt sich das «a» sich durch, muss man sich nie mehr Gedanken darüber machen, was die einzelnen Buchstaben bedeuten sollen.

Die Neuerung «(a)» bringt für alle Beteiligten, ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer, die optimale Lösung. Denn in einem Unternehmen, das niemanden benachteiligt, herrscht Zufriedenheit. Und motivierte Mitarbeiter sind produktiver, und das Arbeitsklima ist im grünen Bereich.

Der Rekrutierungsprozess ist eine anspruchsvolle Aufgabe, so stellt doch die «Intersexualität» den Arbeitgeber auch vor neuen Herausforderungen. Manch ein HR-Verantwortlicher wird verunsichert, aber auch bei dem Bewerber kann dies der Fall sein. Darum: Stets geschlechtsneutral formulieren, sowohl bei den Stellenanzeigen als auch bei den Bewerbungsschreiben. So können auch positive Chancen daraus resultieren.

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