Plötzlich gekündigt – Job verloren. Arbeitslos, was nun?

Eine Kündigung kann jeden treffen. Der Verlust eines Arbeitsplatzes ist immer schwer zu verkraften. Egal, aus welchen Gründen der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer gekündigt hat. Es ist anfänglich immer ein Schockmoment, wenn die Hiobsbotschaft überbracht wird. Einen Jobverlust verarbeitet jeder Mensch unterschiedlich gut. Einige sind zutiefst bestürzt, andere nehmen es gelassen. Besonders hart ist es für diejenigen, die langjährige Mitarbeiter in einem Unternehmen waren. Der Schock sitzt tief, wenn der Arbeitgeber ihnen plötzlich gekündigt hat.

Aber das ist nicht das Ende der Welt, auch wenn es sich so anfühlt. Es ist wichtig, trotz allem weiter nach vorne zu schauen.

Was bei Jobverlust besonders wichtig ist

Zunächst einmal ist es wichtig, nicht zu viel Zeit ins Land gehen zu lassen und mit dem Schreiben von Bewerbungen sofort zu starten. Es ist äusserst empfehlenswert, sich bereits während der Kündigungsfrist auf offene Stellen zu bewerben und Absagen aufzubewahren. Denn diese sind relevant für das RAV.

Arbeitslos: Frühzeitig beim RAV anmelden

Es ist essentiell, sich so früh wie nur möglich beim RAV «Regionales Arbeitsvermittlungszentrum» anzumelden. Nehmt zum ersten Termin eure Bewerbungen, die ihr in schriftlicher Form dokumentiert habt, und die Absagen gleich mit. Damit auf dem RAV kein böses Erwachen auf euch wartet und ihr keine finanziellen Einbussen in Kauf nehmen müsst.

Bereits am ersten Gesprächstermin beim RAV-Berater / der RAV-Beraterin wird erwartet und kontrolliert, ob die betroffene Person sich auf neue Stellen beworben hat. Sind keine Bewerbungen geschrieben und verschickt worden, d.h. kein Nachweis vorhanden, dass du dich darum bemüht hast, eine neue Stelle zu finden, so wird dich das RAV «bestrafen». Weil nichts unternommen wurde, um die Situation zu verbessern. Das RAV verordnet in diesen Fällen Einstelltage für die betroffene Person. Das bedeutet, dass es Wartetage gibt und die Arbeitsentschädigung nicht bereits am Anfang ausbezahlt wird.

Viele, die zuvor mit dem RAV keinen Kontakt hatten, sind der Meinung, dass ihnen das RAV bei der Stellensuche aktiv behilflich sein wird. Dies ist nicht der Fall. Die Stellensuchenden müssen sich selbst darum kümmern, eine neue Stelle zu finden. Natürlich kann das RAV bei der Stellensuche unterstützen, jedoch meist nur im kleinen Rahmen.

Tagestruktur: Mache einen Tagesplan

Es dauert manchmal seine Zeit, bis eine neue Stelle gefunden wurde. Wie lange es dauert, kann niemand vorhersagen. Fakt ist, wer sich darum bemüht und dranbleibt bei der Arbeitssuche, findet rascher einen neuen Job.

Bei der Jobsuche gibt es immer wieder Momente, die nicht angenehm sind und man am liebsten sofort alles hinschmeissen möchte. Oder durch die neue Freiheit gibt es nichts mehr zu tun und dadurch wird der Arbeitssuchende mit der Zeit faul und träge. Daher lass dich nicht entmutigen. Sorge dafür, einen Tagesplan zu erstellen, damit du dir eine Tagestruktur schaffen kannst. So wird die Stellensuche vorangetrieben.

Anhand der folgenden Auflistung kann ein strukturierter Tagesplan eingeführt werden:

  • Den Wecker am frühen Morgen zu einer bestimmten Uhrzeit stellen. Die beste Zeit wäre zwischen 6.45 – 8.00 Uhr
  • Plane für die Arbeitssuche etwa 2 bis 4 Stunden pro Tag ein
  • Plane für die Jobrecherche genügend Zeit mit ein
  • Schreibe Bewerbungen, die auf dein Profil passen
  • Aktualisiere den Lebenslauf oder erstelle ihn neu
  • Nimm dir eine feste Anzahl von Bewerbungen vor, die du an einem Tag erreichen willst

Nach getaner Arbeit kommt das Vergnügen. Suche eine Beschäftigung, die dich den restlichen Tag mit Vergnügen ausfüllt wie etwa körperliche Tätigkeiten, oder wie wäre es mit geistiger Arbeit? Ein Buch lesen oder anfangen zu schreiben? Es gibt viele Dinge, die mit der neuen «Freiheit» gemacht werden können. Solange dies nicht einfach nur mit «Herumblödeln» zu tun hat. Haltet euch in der restlichen Zeit fit.

Was kann mit der neu gewonnenen Zeit noch alles gemacht werden? Mit so viel Zeit, die zuvor Mangelware war? Es gäbe vieles zu entdecken und neues kennenzulernen wie beispielsweise sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, dass einem Spass macht, oder ein neues Musikinstrument zu erlernen. Oder wie wäre es, das Tanzbein zu schwingen und in einen Tanzkurs zu gehen? Dabei können auch neue Kontakte geknüpft werden. Die Liste der Freizeitbeschäftigungen ist lang.

Egal was es sein mag. Verschwendet keine Minute damit, ein schlechtes Gewissen zu haben. Lebt das Leben in vollen Zügen. Denn die Zeiten werden sich wieder ändern, sobald eine neue Stelle gefunden wurde. Dann ist der Moment gekommen, in dem die Zeit wieder ein knappes Gut wird.

Weiterbildung ist ein zentraler Punkt

Versucht auch, während dieser Phase des Zeitüberflusses, euch weiterzubilden. Weiterbildung bringt neues Wissen und Impulse mit sich und das Tolle daran ist, dass ihr im Lebenslauf die unliebsamen Lücken damit füllen könnt. Baue deine Kenntnisse über deinen Job weiter aus. Damit bei Vorstellungsgesprächen zusätzliche Punkte eingeholt werden können. Bleibt stets up to date. Wer sich nicht fortbildet, der bleibt auf der Strecke und die Chancen, dass bald ein neuer Arbeitsplatz gefunden wird, verringern sich. Dann geht es noch länger, bis eine passende Stelle gefunden ist.

Der Lebenslauf: Halte ihn immer aktuell

Dein Lebenslauf solltest du während der Stellensuche immer auf dem neuesten Stand halten. Aktualisiere den Lebenslauf nicht nur mit simplen Textphrasen, die auf einem fast leeren Dokument stehen. Mit einem guten Bewerbungsdesign können HR-Recruiter auf deinen Lebenslauf aufmerksam gemacht werden und dadurch die Chancen ein Stück weit erhöhen, dass man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Es gilt also, mit einer modernen und kreativen Bewerbungsvorlage den Personalverantwortlichen davon zu überzeugen, dass genau «du» der oder die Richtige bist für den Job.

Natürlich ist das Design nicht das Hauptmerkmal eines Bewerbungsdossiers. Sondern das Gesamtpaket macht es aus. Design und Inhalt sind entscheidend. Hast du einen Fremdsprachenkurs besucht oder eine anderweitige interessante Schulung absolviert? So schreib dies unbedingt in den Lebenslauf. Es zeigt den Personalverantwortlichen, dass du aktiv und motiviert bist.

Hast du Glück und wirst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, so kann eine Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch nicht schaden. Worauf dabei geachtet werden muss, erfährst du in diesem Artikel.

Autor: Raphael






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